Warum wird Strom teurer?
Es gibt sicherlich kaum einen Haushalt in Deutschland, der sich nicht fragt, warum denn der Strom eigentlich immer teurer wird. Und diese Frage ist durchaus berechtigt. Die Stromkonzerne begründen die jährlichen Stromerhöhungen immer wieder mit steigenden Beschaffungskosten. Strom wird inzwischen wir andere Güter oder Werte auch an der Börse gehandelt. Die Stromversorger kaufen den Strom, den sie wiederum an ihre Kunden liefern, also erst einmal an.
Die Stromanbieter sind demnach abhängig von den Stromerzeugern, die die Preise für den Strom vorgeben. Daher argumentieren die Stromversorger immer wieder mit der Begründung, die Beschaffungskosten würden steigen. Es gibt günstigen Strom und es gibt ebenso auch Strom, der in der Beschaffung teurer ist. Dies hängt nicht zuletzt auch mit der Herstellung des Stroms zusammen. Strom aus der Atomkraft oder fossilen Brennstoffen ist in der Regel ein recht günstiger Strom. Doch viele Stromkunden möchten keinen Strom, der aus Kernkraftwerken stammt, beziehen. Fossile Brennstoffe sind günstig, aber nur noch begrenzt verfügbar. Daher gibt es inzwischen auch Strom aus sogenannten erneuerbaren Energien. Hierbei handelt es sich insbesondere um die Stromgewinnung aus der Solar-, der Wind- und der Wasserkraft. Aber inzwischen wird Strom sogar auch aus Biomasse gewonnen. Doch all diese neuen Techniken zur Stromgewinnung sind noch recht teuer.
Folglich ist auch der daraus gewonnene Strom teurer. Da nun aber der Strom, den man zuhause bezieht, nicht immer nur aus einer einzigen, sondern aus mehreren Stromarten besteht, kann folglich nicht nur der günstige Strom aus der Kernkraft oder den fossilen Brennstoffen als Grundlage für die Strompreisberechnung genommen werden. So erklärt sich letztlich, warum die Strompreise stetig angehoben werden.
